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Stammzellen-Typisierung


FACTS

Wann: to be announced 

Wo:  Amphitheater RPTU Kaiserslautern

Kosten: Keine 

Voraussetzungen: Alter zwischen 16 (Einwilligung eines Sorgeberechtigten) und 40 Jahren; bei über 40-jährigen ist eine individuelle Prüfung erforderlich

 


KONTAKT

Theresa Dombrowski (Kaiserslautern)

Mail:theresa.dombrowski(at)rptu.de

Tel: (0631) 205-3444

Ida Paulssen (Kaiserslautern)

Mail: paulssen(at)rptu.de

Tel: (0631) 205-5774

Sophia Storck (Landau)

Mail: sophia.storck(at)rptu.de

Tel: (06341) 280-37114 


Bild- und Tonaufnahmen

Werde Lebensretter*in und lass dich typisieren! Wir bringen euch im Juli die Stefan-Morsch-Stiftung, die erste deutsche Stammzellspenderdatei, auf den Campus. Ihr habt die Möglichkeit, euch umfassend zu dem Thema zu informieren und könnt euch direkt vor Ort als Stammzellenspender*innen registrieren lassen. Im Ernstfall könnt ihr damit einem Menschen, der an Leukämie erkrankt ist, durch eine Stammzellenspende das Leben retten. Jährlich erkranken allein in Deutschland ca. 3.500 Patient*innen an Leukämie und sind auf eine Stammzelltransplantation angewiesen. Wenn DU dich typisieren lässt, erhöhst du die Chance, dass eine von Leukämie betroffene Person ihre*n passende*n Spender*in findet.

 

FAQs

Warum Stammzellen spenden?

Viele Menschen mit Leukämie (Blutkrebs) und anderen Blutkrankheiten benötigen eine Stammzellentransplantation. Doch nur etwa 25 Prozent der Betroffenen finden eine geeignete Spenderin oder einen geeigneten Spender in ihrem familiären Umfeld. Deshalb sind sie auf freiwillige Registrierungen angewiesen – möglicherweise Menschen wie dich!  Aus immunologischen Gründen muss ein möglichst passgenaues genetisches „Match“ gefunden werden, um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden. Besonders Menschen mit vielfältigen oder weniger häufig vertretenen genetischen und ethnischen Hintergründen haben oft geringere Chancen, geeignete Spender:innen zu finden, da sie in den Datenbanken unterrepräsentiert sind.

Warum ist es schwer einen passenden Spendenden zu finden?

Ob eine Stammzellenspende möglich ist, hängt von den sogenannten HLA-Merkmalen ab. Diese HLA-Merkmale (= Humane Leukozyten-Antigene) befinden sich auf der Oberfläche der weißen Blutkörperchen und helfen dem Immunsystem dabei, eigenes von fremdem Gewebe zu unterscheiden. Um eine Transplantation erfolgreich zu gestalten, müssen alle zehn HLA-Merkmale übereinstimmen – fünf von der Mutter, fünf vom Vater. Angesichts von über 20.000 weltweitbekannten Merkmalen ist es schwer ein „perfektes Match“ zu finden. Ein zusätzliches Problem: In den deutschen Spender*innendatenbanken sind Menschen mit selteneren genetischen Merkmalen, die häufiger bei Personen mit internationaler oder vielfältiger Herkunft auftreten, unterrepräsentiert. Das erschwert für viele Patient*innen die Suche nach einem passenden Match. 

Wie funktioniert eine Stammzellentypisierung?

Duch eine Blut- oder Speichelprobe werden die HLA-Merkmale bestimmt. Die Daten werden anonym in der zentralen Spenderdatenbank gespeichert. Eine Typisierung verpflichtet nicht zur Spende.

Wie erfolgt die Stammzellenspende? 

Es gibt zwei gängige Methoden der Stammzellenspende. 

  1. Periphere Stammzellenspende (80% der Fälle)

Hierbei wird dem/der Spender*in über mehrere Tage ein Medikament verabreicht, das die Stammzellenbildung im Knochenmark anregt und dafür sorgt, dass diese ins Blut übertreten. Anschließend werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren, die sogenannte Apherese, direkt aus dem Blut gefiltert. Häufig treten kurzfristige, grippeähnliche Nebenwirkungen auf - bleibende Schäden sind jedoch nicht zu erwarten. 

  1. Knochenmarkspende (20% der Fälle)

Bei dieser Methode wird unter Vollnarkose Knochenmarkblut aus dem Beckenkamm entnommen. Aus dem Knochenmarkblut werden dann die Stammzellen im Labor isoliert. Das Knochenmark regeneriert sich innerhalb weniger Wochen vollständig. Schmerzen sind in der Regel auf die Einstichstellen begrenzt, das Risiko für Komplikationen ist sehr gering. 

Wer kann Stammzellenspender*in werden?

Grundsätzlich kann sich jede gesunde Person zwischen 18 und 55 Jahren, die mindestens 50 kg wiegt, typisieren lassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich als potenzielle*r Spender*in registrieren zu lassen: